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von Peter Hauser

„Selbst Gott muss nachts einsam sein - Leben entsteht ohne Probe“

Im generationenübergreifenden Wohnprojekt lassen sich fünf Menschen auf ein Experiment ein, das Franz ihnen vorschlägt. Alle bewegen sich dabei an ihren Grenzen.

Rosa, die Buchhändlerin, die ihren kleinen, feinen Buchladen  aufgeben musste, beschreibt die Situation im Stück folgendermaßen: „Die Konstellation reizte  mich. Alt, jünger, verschiedene Schicksale, Lebenserfahrungen. Leben wie in einem Roman, einer Erzählung. Lydia, eine ältere Dame; Anni, die reizende Frau aus Bavaria; Richard, ein verdienter Beamter; Franz, ein Aktionskünstler, Musiker, Philanthrop. Dazu kommen Pia die Sozialpädagogin und Roxy, das Mädchen, die ihr vom Gericht aufgebrummte Sozialstunden ableisten muss. Randfiguren, die der Geschichte noch die nötige Spannung verleihen ...“

“ Man kann sich nicht verbergen“, sagt Franz, „wenn man zusammen auf der Bühne steht und Musik macht - das Abenteuer Leben sucht.“ Jede(r) kann im musikalischen Bereich dazu etwas beitragen: Klavier, Melodica, Geige, Bass, ein Glockenspiel, verschiedenste Percussion-Instrumente und Textrezitationen gehören zum Know-how der Gruppe von enthusiastischen Menschen älteren Kalibers. „Eine gute Voraussetzung, um Creatives zu schaffen.“ findet Franz, der Künstler. So wird geprobt, verworfen, Neues geschaffen und ausprobiert.

LAZY SUNDAY ist kein ´fauler Sonntag´, es ist der Tag des öffentlichen Auftritts, die Konfrontation mit sich und dem Publikum.

LAZY SUNDAY zeigt nicht die Entwicklung einer Sinfonie, sondern die intensiven Momente vor dem großen Auftritt.

Es spielen: FRANZ (Guido Heidrich), ROXY (Judith Feucht), ANNI (Elke Feucht), RICHARD (Rainer Möck), ROSA (Sue Gallinat), LYDIA (Beate Meier-Lang) und PIA GROTHE (Katrin Buske)

 

Fotos und Plakat:              Michael Hieke                                   

Text und Regie:                  Peter Hauser 

Dauer: ca. 80 Minuten

Aufführungsrechte: Eigenproduktion

 

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Kannst du pfeifen, Johanna

Frei nach dem Buch von Ulf Stark und Anna Höglund, bearbeitet von Peter Hauser

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Nils:           Freitag? Das ist gut. Ich habe nächsten Freitag Geburtstag.

Leni:          Wir kommen und holen dich ab Opa.

Charlotte:   Wir machen ein Fest.

Nils:            Schön. Schön ist das.

Auf dem Gelände einer alten Gärtnerei baut sich Leni ein Baumhaus. Alles macht sie selbst. Sie hämmert und sägt, arbeitet mit großem Eifer. Charlotte verirrt sich auf dem Gelände und nach einer kurzen, kritischen Begutachtung werden die beiden zu Freundinnen. Das Baumhaus ist ein idealer Treffpunkt. Nur, Charlotte hat etwas, was Leni nicht kennt. Sie hat einen Großvater, mit dem sie sich immer wieder trifft und der sehr nett sein soll. Leni möchte auch einen Großvater haben, einen der genauso wie Charlottes Großvater ist. Einen, der mit ihr angeln geht und gern Fleischkäs-Semmel isst. Aber woher kriegt man den? Kein Problem, sagt Charlotte, und nimmt Leni mit ins Altersheim.

Sie finden Nils, der schon immer einen Enkel haben wollte und der Experte beim Kreuzwort rätseln ist. Er wird von Leni und Charlotte überrascht - sehr überrascht. Aber dann freut er sich, dass er eine Enkelin hat. Angeln kann er zwar nicht und Fleischkäs-Semmeln findet er nicht besonders gut, aber dafür weiß und mag er andere Dinge. Und, er kann pfeifen, wunderschön pfeifen. Sein Lieblingslied ist „Kannst du pfeifen, Johanna“. Leni möchte das auch können, Charlotte ebenso.

Unkonventionell, heiter und ohne Sentimentalität erzählt das Theaterstück für Kinder und Erwachsene von den letzten Wochen eines einsamen alten Mannes, der unerwartet noch einmal Kind sein darf - und davon, wie Alt und Jung einander begegnen können.

Für Kinder (ab 6 Jahren), Jugendliche und ältere Menschen.

REGIE:                    Peter Hauser

LENI:                       Anna Walter

CHARLOTTE:         Davina Wisbar

NILS:                       Guido Heidrich

Technik und Bühnenbild: Rainer Möck

Fotos und Plakat:    Michael Hieke

Bühnenmalerin:       Carolin Sadler

Aufführungsrechte:  Felix Bloch Erben, Verlag für Bühne Film und Funk, Berlin

Spieldauer:              70 Minuten

 

 

 

 

 

DIE ACHT FRAUEN

 MH00585(Probenfoto von Michael Hieke)

Kriminalkomödie in drei Akten von Robert Thomas

(Deutsch von Franz Martin © Ahn & Simrock Bühnen- und Musikverlag GmbH, Hamburg)
Pierrette:  Die Begehrlichkeit der Männer ist ein Laster, das nur wir Frauen kultivieren.
Eine abgelegene Villa, ein verschneiter französischer Ort. Weihnacht. Eine wohlhabende Familie kommt zusammen, um das Fest zu feiern. Sieben Frauen, die achte erscheint unerwartet, nachdem der Hausherr tot aufgefunden wird, mit einem Messer im Rücken. Tot sind auch Telefon, Autos; versperrt sind die Tore zur Außenwelt. Eine fatale Situation. Angst, Misstrauen, Verdächtigungen. Wer ist der Mörder, die Mörderin! Nur die anwesenden Frauen kommen als Täter infrage. Keine von ihnen hat ein Alibi, alle haben ein Motiv, jede ein Geheimnis, jede verstrickt sich im Lauf der aberwitzigen Geschichte mehr und mehr in einem Netz aus Lügen und Heimlichkeiten. Acht Leidenschaften mit ihren aufgestauten Mutmaßungen, Frustrationen und Verletzungen prallen auf- und gegeneinander.
Mamy:    Wir machen uns ja gegenseitig verrückt.
Der französische Autor und Regisseur Robert Thomas entwirft das Soziogramm einer bourgeoisen Familie im Frankreich der 50er Jahre: Allein dem hart arbeitenden Mann obliegt es, für das materielle Wohl der Familie und ihrer Angestellten zu sorgen. Die Frauen in ihrem goldenen Käfig, beschäftigen sich überwiegend mit sich selbst. Er liefert ein pointiertes, sensibel und geschickt gebautes kriminalistisches Verwirrspiel, jongliert souverän mit Vorurteilen und Klischees: die Dämme brechen, das Innerste kehrt sich nach außen, wenn die Fassaden bröckeln und die Masken fallen. Die hinreißende Melange aus Kriminalstück, Komödie und Psychodrama hält bis zur überraschenden Volte am Schluss die Spannung. Er feierte mit „huit femmes“ 1961 in Paris seinen großen Theatererfolg, der mit vielen Preisen bedacht wurde. Im Jahre 2002 verfilmte Francois Ozon das Theaterstück mit französischer Starbesetzung. Der Film zählt seitdem zu den wichtigsten Kriminalkomödien Frankreichs.
Regie: Peter Hauser
Madame Chanel: Julia Lukas; Louise: Nadire Öz; Mamy: Beate Meier-Lang; Susanne: Judith Feucht; Gaby: Sue Gallinat; Augustine: Elke Feucht; Catherine: Theresa Müller; Pierrette: Hanna Feucht;
Bühnenbild und Technik: Rainer Möck
Regieassistenz: Guido Heidrich
Fotos: Michael Hieke
Musik von Camille Saint Saens (Danse macabre, u.a.)

(Diese Inszenierung ist nicht mehr im Programm.)

 

 

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